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Projektinformationen

Das Bundesverkehrsministerium hat im März 2019 die Projektbewertung für das Projekt 2-046-V02, das auch die Elektrifizierung der Strecke zwischen Elze und Hameln beinhaltet, veröffentlicht.

Die Projektbewertung und die Begründung dazu finden Sie hier.

Demnach sind zwei Kreuzungsbahnhöfe bei Osterwald und Behrensen vorgesehen. Diese erhöhen die Kapazität der eingleisigen Strecke, weil sie Begegnungsverkehr möglich machen. Wie lang die Ausweichgleise sein werden und wo genau sie liegen werden, geht aus der Projektbeschreibung aktuell nicht hervor.

Der Bewertung liegen auch Aussagen über zu erwartende Zugzahlen zugrunde: Zwischen Elze und Hameln rechnet man mit 40 Zügen pro Tag (= 75% Auslastung), zwischen Hameln und Altenbeken mit 81 Zügen pro Tag (= 67% Auslastung). Bei den Zahlen muss man berücksichtigen, dass sie die Grundlage der Berechnung der Nutzen-Kosten-Analyse darstellen. Sie dienen also dazu, zu ermitteln, ob die Maßnahme als wirtschaftlich betrachtet werden kann. Über die Anzahl der Züge, die nach der Elektrifizierung tatsächlich fahren werden, sagen die Zahlen wenig aus. Die Berechnung ergibt ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,7, was bedeutet, dass man sie als wirtschaftlich betrachtet und eine Priorisierung im Bundesverkehrswegeplan also gerechtfertigt ist.  

Ein Nutzen für den Personenverkehr wird nicht angesetzt. Der Nutzen des Projekts ergibt sich allein aus den Nutzenkomponenten des Güterverkehrs.

Bei der Bewertung der Umweltauswirkungen geht man von einer Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen von 19.565 Tonnen/Jahr aus, wobei aus dem Gutachten nicht hervorgeht, inwieweit Kohlendioxit-Emissionen und Ressourcenverbrauch der Stromproduktion gegengerechnet werden.

Bezüglich des Lärms werden keine erheblichen Umweltauswirkungen erwartet: Die Kriterien "Veränderung der Anzahl von Verkehrslärm betroffenen Einwohnern", "Neubelastung oder stärker betroffen", "Veränderung der Geräuschbelastung innerorts und außerorts" werden  auf Null gesetzt. Diese Einschätzung irritiert uns sehr, denn bei der Elektrifizierung der Strecke Elze-Hameln ist ja gemäß Projektbeschreibung auf jeden Fall mit einer Veränderung der Geräuschbelastung zu rechnen.

Diese Tatsache sowie andere Ungereimtheiten in der Bewertung führen uns zu der Überzeugung, dass die Elektrifizierung Elze – Hameln hier quasi nachträglich in das Projekt 2-046-V02 „eingeschoben“ wurde, ohne dass der Streckenabschnitt einer sorgfältigen gutachterlichen Überprüfung unterzogen wurde.

Der Bewertung wird auch ein Zeitfenster zu Grunde gelegt: 7 Jahre Planungsphase, 3 Jahre Bauphase. Über den tatsächlich zu erwartenden Zeitpunkt des Baubeginns sagt das unseres Erachtens nichts aus.

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